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Monat: November 2016

Es wird Zeit, Styke Mannis die Chance zu geben, sich der Welt zu zeigen

Es wird Zeit, Styke Mannis die Chance zu geben, sich der Welt zu zeigen

der erste Absatz eines Buchs, dass ich am 03.01.14 begann und am 14.07.14 beendete und das seitdem brachliegt, wartet… wartet, dass sich „Styke Mannis“ endlich der Welt zeigt.

Die Sonne war bereits am Vergehen, als die ersten Staubwolken am Horizont auftauchten. Der Tag war heiß, so heiß, dass die Suna, die handtellergroßen Ratten mit ihren auf den Rücken befindlichen Platten die Zeit eher damit verbrachten, panisch nach Schatten und Finsternis Ausschau zu halten, statt diese nur hin und wieder zu heben, um sie zu lüften. In der Ferne stand der einsame Lalot-Baum, in dessen Ästen eine Sarini-Schlange auf den Tod wartete, doch selbst der Baum machte keine Anstalten, seine knorrigen Äste um den muskulösen Leib des Tieres zu legen, um ihm die letzten Augenblicke mit seinem euphorisierenden Gift erträglicher zu machen.

Dünen. Das Fenster vor ihm liess Reste der vergilbten Schrift, die seit Jahrzehnten mehr und mehr von aufkommenden Sandstürmen zerrieben wurde, in den Raum wandern und an der gegenüberliegenden Wand Schatten werfen. Staub lag in der Luft, Miriaden verfallener Kleinstlebewesen hatten ihr Leben ausgehaucht und würden es weiter tun, bis sich die Sonne in ein paar tausend Jahren über den Planeten hermachen würde wie eine fette Frau über ein Stück Toast. Nur, dass auf diesem verdammten Toast noch Leben war. Hano rieb sich den Nacken. Er fror. Das lag nicht an der Klimaanlage, die verzweifelt versuchte, den eigenen Hitzetod herauszuzögern, sondern an der Wolke, die sich rasend näherte.